Vorfahrt Radverkehr – Kreuzungen verkehrsgerecht umbauen

Vorfahrt für den Radverkehr kann an Kreuzungen, bei denen vielbefahrene Radstrecken Auto-Nebenstraßen kreuzen, eine spürbare Verbesserung für  Radfahrende  herbeiführen. Es braucht lediglich zwei „Vorfahrt gewähren“-Schilder für die Nebenstraße und zwei Vorfahrtsschilder für die Radlvorrang-Strecke, um den Verkehrsströmen aller Verkehrsteilnehmer*innen gerecht zu werden.

Ein wichtiger Punkt des Radlvorrang-Netzes ist die Kreuzungsgestaltung. Ist der generelle Umbau vieler Kreuzungen nach Vorgaben des Radentscheids aufwendig und langfristig angelegt, können kleinere Maßnahmen schnell und ohne großen Aufwand Verbesserungen für den Radverkehr, aber auch den Fußverkehr bieten. Das Vorankommen von Radfahrenden kann auf diese Weise attraktiver gestaltet werden und so mehr Menschen zum Radfahren motivieren. Die aktuelle Situation ist davon geprägt, dass der motorisierte Individualverkehr (MIV) bevorrechtigt wird; sprich Autostraßen haben Vorrang. Weiter sind viele Ampeln so geschaltet, dass sie den MIV mit langen Grünphasen belohnen, während sich Radfahrende und zu Fuß Gehende die Beine in den Bauch stehen.

Stopps bedeuten für Radfahrende einen erheblichen Kraftaufwand, da dies ein immerwährendes Anhalten und Wiederanfahren bedeutet. Dabei werden Ampeln nur vom MIV benötigt, Radfahrende und Fußgänger*innen können sich auch untereinander verständigen, wie das heute meist unbewusst durch Blickkontakt geschieht. Daher beinhaltet  eine wichtige und wenig aufwendige Verbesserung vieler RadlVorrang-Strecken die Umgestaltung von Kreuzungspunkten und Ampeln.

Schon kleine Maßnahmen sorgen für Verbesserung

Kleine Maßnahmen an Kreuzungen können schnell und einfach für Verbesserung sorgen. So kann durch eine Verbesserung der Sichtbeziehungen die  Sicherheit gesteigert werden, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Momentan werden an vielen Kreuzungspunkten Radfahrende so geführt, dass sie erst sehr spät die Straße einsehen können. Hierdurch werden kreuzende Autos erst spät erkennbar. Umgekehrt können Autofahrende schwer kreuzende Radfahrende erkennen.

Dort wo Ampeln wegen zu viel Kfz-Verkehr für die Sicherheit erforderlich sind, kann der Einbau von Kontaktschleifen auf Radwegen helfen. Damit Radfahrende  nicht erst durch Druck an Ampelschaltern (Bettelampeln) die Ampelphase abwarten müssen, sondern mit der durchschnittlichen Geschwindigkeit an die Ampel heran und direkt weiterfahren können. Gleichzeitig können Intervallschaltungen mit höherer Frequenz für den Radverkehr Ampelschaltungen beschleunigen.

Mitmachen!

Weitere Ideen sind sehr willkommen. Diese können gerne in die Kommentare oder auch per Mail an mail@munichways.com geschrieben werden, damit wir Aktive von MunichWays die folgende Liste weiter ergänzen können.

Über MunichWays

Die Aktiven von MunichWays haben sich zum Ziel gesetzt, München für den aktiven Verkehr attraktiver zu gestalten (zu Fuß und mit dem Fahrrad) . Hierzu wurde ein Konzept für das sogenannte RadlVorrang-Netz erarbeitet. Dieses umfasst Radverbindungen innerhalb Münchens und an die Stadtgrenze, welche wichtig für die innerstädtische Verknüpfungen und Erreichbarkeit sind. Diese verfügen über meist vorhandene Radwege, können aber auch Lücken aufweisen. Die entsprechenden RadlVorrang-Strecken sollen auch gleichzeitig ein zügiges Vorankommen mit möglichst wenig Stopps an Ampeln und Kreuzungen ermöglichen.

6 Kommentare
  1. Janey Micheil Pepito
    Janey Micheil Pepito sagte:

    Ich mag diesen Blog, es ist ein Meister des Friedens! Ich bin froh, dass ich das bei Google beobachtet habe. Janey Micheil Pepito

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