Radlnetz-Definitionen München

1. Radschnellverbindungen

Radschnellverbindungen (RSV) ermöglichen hohe Reisegeschwindigkeiten und verbinden wichtige Quell- und Zielbereiche über größere Entfernungen.  (§45 Berliner Mobilitätsgesetz)
Über die Stadtgrenzen hinaus werden in München sogenannte Radschnellverbindungen geplant, die nach bundeseinheitlichen Vorgaben überregionale Schnellverbindungen ermöglichen sollen.
Im Münchner Stadtgebiet werden diese Routen ein wichtiger Baustein des Münchner Rad-Vorrangnetzes gemäß dem Radentscheid sein.

Vorrang vor dem motorisierten Individualverkehr (MIV), nicht aber vor dem Fußverkehr.

2. RadlVorrang-Strecken MunichWays

Unsere RadlVorrang-Strecken (RV) von MunichWays waren die Grundidee beim Radentscheid. Es wird das Rückgrat des Münchner Rad-Vorrangnetzes werden. Das Münchner Rad-Vorrangnetz nach den Radentscheid-Kriterien wird noch mehr Strecken beinhalten, um alle Bezirke und wichtigen Orte miteinander zu verbinden.

In München haben wir ausgewählte Routen als RadlVorrang-Strecken nominiert und ihnen prägnante Namen gegeben.
München hat bereits RadlVorrang-Strecken mit bekannten Namen, wie zum Beispiel den Isarradweg oder die Radl-Stammstrecke. Wir möchten die wichtigsten Routen in München bekannter machen und setzen uns dafür ein, dass sie beim Ausbau der Radwege mit gebührender Priorität berücksichtigt werden. Damit im gesamten Stadtgebiet eine bequeme und sichere Fahrt auf breiten, lückenlosen und vor allem sicheren Radwegen möglich ist.

3. Rad-Vorrangnetz München

Mit dem Radentscheid München wurde im Ziel 2 das Rad-Vorrangnetz beschlossen. Es basiert auf den ausgeschilderten Radwegen und wird gemäß den Zielen des Radentscheides entsprechend aktualisiert und erweitert. Alle Radschnellverbindungen und  RadlVorrang-Strecken von MunichWays sind ein wesentlicher Teil des Rad-Vorrangnetzes.
Stopps an Ampeln und Kreuzungen müssen wo immer möglich vermieden werden, um ein schnelles Vorankommen zu garantieren und Zeitverlust zu minimieren. Piktogramme und farbliche Markierungen erlauben eine selbsterklärende Orientierung. Sie verlaufen häufig abseits vielbefahrener Straßen und stellen direkte und möglichst kurze Verbindungen zwischen den Stadtbezirken her. Im gesamten Stadtgebiet wird damit eine bequeme und sichere Fahrt auf durchgehenden Routen möglich.

Original Text des Bürgerbegehrens:
Ein lückenloses Netz aus optisch hervorgehobenen Rad-Vorrangrouten verbindet alle Stadtbezirke, etwaige Radschnellwege und wichtige Orte des öffentlichen Lebens (z. B. Hochschulen, Fernbahnhöfe, Kultureinrichtungen). Unter Rad-Vorrangrouten sind zusammenhängende Radverkehrsanlagen mit ebenen Oberflächen zu verstehen.
Rad-Vorrangrouten ermöglichen kurze Reisezeiten mit geringem Zeitverlust und wenigen Stopps sowie ein hohes Radverkehrsaufkommen.”

4. Rad-Gesamtnetz

Zum Gesamtnetz gehören alle Straßen und Wege, auf denen man mit dem Rad fahren kann.